Nachdem wir nun endlich unser schwedisches Bankkonto hatten, konnte ein Termin mit dem Makler und den Verkäufern gemacht werden. Wir legten den Termin auf die Herbstferien und fuhren am ersten Sonntag los. Da wir erst am 27.10. den Tillträdesdag hatten, an dem wir das Haus endlich übernehmen und beziehen konnten, mussten wir noch 2 Tage ein kleines gemütliches Ferienhaus in der Nähe von Åhus mieten. Dort zogen wir sonntags im strömenden Regen ein.
Das Häuschen hieß genau wie unseres später heißen sollte – Lunagården. Von hier aus konnten wir noch alle anderen Erledigungen machen, z.B. den vorerst letzten Banktermin am 26.10. Wir mussten ja noch unsere Reisepässe als Bestätigung für unser Bankkonto vorzeigen. Der Termin ging schnell und es blieb sogar noch etwas Zeit für einen kleinen Bummel in Kristianstad. Benni bekam sogar noch sein ersehntes Eis.



Am 27.10.20 war es endlich so weit. Wir waren aufgeregt, packten morgens wieder alle unsere Sachen ins Auto, räumten Lunagården und los gings. Da wir wieder einen großen Zeitpuffer eingeplant hatten, konnten wir noch einen Zwischenstopp nebenan in der Konditori Duvander einlegen. 4 heiße Schokoladen und bisschen was Süßes gingen unserem Maklertermin voraus.
Jetzt hatten wir den Termin. Die Parteien kannten sich ja schon und jeder war erleichtert, dass der Vertrag zustande kommen konnte. Die Verkäufer waren sichtlich wehmütig. Man merkte ihnen an, dass ihnen der Verkauf nicht leicht fiel. Hatten sie doch sicherlich auch sehr schöne Zeiten in Svenstorp erlebt. Vedrana war sehr lieb und zuvorkommend. Sie hatte uns sämtliche wichtige Informationen, Baupläne, Gebrauchsanleitungen zusammengestellt und war uns auch später noch lange behilflich, wenn es um Ummeldungen für Versicherung und Strom etc. ging. Nach gefühlt einer halben Ewigkeit und endlos vielen Unterschriften hielten wir die Schlüssel in der Hand und konnten uns auf den Weg machen. Alle hatten Hunger und so legten wir nochmals in Hässleholm einen Zwischenstopp bei einer bekannten Fastfoodkette ein – zur Freude der Kinder, zum Leid unseres eigenen doch sehr empfindlichen Verdauungssystems.
1,5 Stunden später fuhren wir in unsere Einfahrt ein, stiegen aus dem Auto und betraten zum ersten mal unsere eigene Stuga…
Wir hatten leider nur 4 Tage, trotzdem schafften wir es, uns gemütlich einzurichten, waren 2x in einem bekannten schwedischen Möbelhaus, haben wlan installiert, die Luftwärmepumpe über wlan ansteuerbar gemacht, eine Garderobe, einen Garderobenständer, 3 Stühle, eine Kommode, zwei Kallasregale ein Schuhregal aufgebaut, Geschirr und Küchenutensilien ausgepackt, gespült, eine Wand gestrichen, zwei Bilder gekauft und aufgehängt, Bettzeug bezogen, Handtücher gekauft und gewaschen, einen Trockner gekauft und installiert, Gartenmöbel wintersicher verstaut, Strom umgemeldet, Versicherung angemeldet und noch vieles mehr. Mit dem Gefühl 4 Tage in einer Zeitblase verbracht zu haben, in der Tage doppelt so lange sind, brachen wir Freitagabends die Heimreise an und konnten somit gerade der Quarantäne entgehen, weil an dem folgenden Samstag Skåne zum Risikogebiete erklärt wurde. Nun sollte es 6 endloslange Coronamonate dauern, bis wir endlich wieder reisen dürfen. In der Zwischenzeit haben wir noch einige Hindernisse überwinden müssen, bis wir auch offiziell den Kaufbrief in Händen halten konnten und in den Register der Landeigner bei der Landmäteri eingetragen waren.















